Die 9000er Serie von AUDIOLAB ist ab sofort lieferbar !!

 Aktuell verfügbar ist der Vollverstärker mit DAC 9000 A und das CD-Laufwerk 9000 CDT, beide lieferbar in silbernem oder schwarzen Gehäuse. Ein 9000er Streamer soll im nächsten Jahr folgen. Alle Informationen zu den beiden Geräten finden sich hier https://www.audiolab-deutschland.de/produkte/9000-serie/9000a und hier https://www.audiolab-deutschland.de/produkte/9000-serie/9000cdt. 

 

 

 Da wir bereits beide Geräte erhalten haben, konnten wir diese bereits anhören und deren „Innenleben“ begutachten. Anbei eine Kurzbeschreibung der neuen Geräte, mit einigen persönlichen Anmerkungen. 

Der Audiolab 9000A bietet drei analoge RCA- und einen XLR-Eingang, einen PRE-OUT, einen POWER-IN (damit können externe Prozessoren eingebunden werden, und der Betrieb als Endstufe ist möglich, z.B. für die Front-Lautsprecher eines Heimkinos). Ein PHONO-MM- ist ebenso vorhanden wie ein Kopfhörer-Anschluss. Dazu kommen 4 digitale Eingänge, 2 x optisch und 2 x koaxial bis 24/192. Der USB-IN nimmt alles an, was der ES9038PRO DAC verarbeiten kann. Zusätzlich gibt es Bluetooth aptX, und der USB-IN „versteht“ sowohl DSD als auch MQA. 

 

Die beiden diskret aufgebauten Class AB-Endstufen des Audiolab 9000 A sind für zweimal 100 Watt an acht Ohm gut, an 4 Ohm stehen bis zu 160 Watt pro Kanal bereit. Deshalb fällt der (sehr ruhige) Ringkern-Transformator mit 320 VA etwas größer aus als der des 8300 A, in beiden Fällen folgen nach dem Trafo 2 Brücken-Gleichrichter und vier Kondensatoren mit zusammen 60.000 μF Kapazität. Abgesehen vom Display und dem integrierten DAC sowie der etwas höheren Ausgangs-Leistung sind die Unterschiede zum 8300 A nach Augenschein zumindest sehr gering. Die Vorstufe des 9000 A muss, wie beim 6000 A, ohne einen Puffer-OP-AMP nach dem elektronischen Potentiometer PGA2310 auskommen. Das empfinden wir als suboptimal, dennoch klingt der Verstärker insgesamt wirklich „annehmbar“. Man kann lange damit hören, ohne dass es „nervt“ und ohne „Langeweile“ !! Dazu muss jedoch angemerkt werden, dass der 9000 A mit 2.299.- € bezahlt werden will. 

 

So sieht der 9000 A unter dem Deckel aus. Außer der DAC-Platine unten in der Mitte fast keine Unterschiede zum 8300 A, außer dass die Kühlkörper der Endstufen höher sind.
So sieht der 9000 A unter dem Deckel aus. Außer der DAC-Platine unten in der Mitte fast keine Unterschiede zum 8300 A, außer dass die Kühlkörper der Endstufen höher sind.

 

Der Audiolab 9000 CDT CD-Transport wird als der perfekte Spielpartner für den 9000 A angepriesen, und wurde, folgt man dem Hersteller, mit dem gleichen Anspruch entwickelt wie der Verstärker. „Performance ohne Kompromisse an der Grenze des Machbaren“ sei das Motto der Entwickler gewesen. 

Das solide Aluminium-Gehäuse des 9000 CDT mit seinem „massiven“ Sockel soll Vibrationen des CD-Antriebs wirkungsvoll dämpfen, allerdings sitzt das eigentliche CD-Laufwerk leicht erhöht auf 4 Abstandsrollen und einem dünnen Blech ÜBER der Bodenplatte des Gehäuses. Die CD wird per Schublade geladen, das Einlesen könnte schneller gehen, aber das Auslesen funktioniert zuverlässig dank einer hochpräzisen Optik zusammen mit einem Pufferspeicher zur Minimierung von Lesefehlern. Für die möglichst akkurate Übertragung der ausgelesenen Daten an den externen DAC verfügt das 9000 CDT über eine exakte Clock (TCXO), die auch den Ausgangs-Verstärker taktet, und so eventuellen Jitter auf ein Minimum reduzieren soll. Auf der Front sitzt das gleiche, grafikfähige 4,3 Zoll IPS-LC-Display wie beim 9000 A, jedoch scheint mir dessen Nutzen bei CD-Betrieb sehr überschaubar. Die Bedienung erfolgt am Gerät ausschließlich über den Dreh- und Drückschalter, was weder sonderlich innovativ noch wirklich praktisch ist. Aber es gibt ja noch die Fernbedienung, mit der natürlich auch der 9000 A gesteuert werden kann. Zusätzlich kann die Musik auch vom USB-Stick kommen, der auch MP3 codierte Musik abspielt. 

So sieht das 9000 CDT unter dem Deckel aus. Oben in der Mitte das „schwebende“ CD-Laufwerk, links daneben ein RK-Trafo, darunter an der Rückwand eine etwas aufwendigere Steuerplatine.
So sieht das 9000 CDT unter dem Deckel aus. Oben in der Mitte das „schwebende“ CD-Laufwerk, links daneben ein RK-Trafo, darunter an der Rückwand eine etwas aufwendigere Steuerplatine.

 

Audiolab 9000 A und CDT sehen zusammen richtig gut aus, und klingen wirklich nicht schlecht. CDs werden mit vielen Details lebendig und unangestrengt wiedergegeben, der Klang ist weder zu „hell“ noch „verhangen“, und es „nervt“ praktisch nichts. Allerdings will diese Kombi auch mit 2.299.- € für den 9000 A und 1.299.- € für das 9000 CDT bezahlt werden. Das ist nicht gerade wenig, und wirkt im Vergleich mit ähnlichen Modellen anderer Hersteller auch nicht wirklich günstig. Aber dafür gibt es solide, langzeittaugliche Qualität und ein „frisches“ Design mit „Langzeit-tauglichem“ Klang. 

Beide Geräte werden von uns natürlich in 2023 auch mit hoer-wege Modifikation angeboten. Derzeit tüfteln wir noch, wie wir das klangliche Maximum erreichen. Die ausführlichen Berichte dazu werden demnächst auf diesen Seiten zu sehen sein. Wir freuen uns auf Ihren „Besuch“.